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Saachaa Saahib Saach Naae

ਸਾਚਾਸਾਹਿਬੁਸਾਚੁਨਾਇਭਾਖਿਆਭਾਉਅਪਾਰੁ॥ਆਖਹਿਮੰਗਹਿਦੇਹਿਦੇਹਿਦਾਤਿਕਰੇਦਾਤਾਰੁ॥

ਫੇਰਿਕਿਅਗੈਰਖੀਐਜਿਤੁਦਿਸੈਦਰਬਾਰੁ॥

ਮੁਹੌਕਿਬੋਲਣੁਬੋਲੀਐਜਿਤੁਸੁਣਿਧਰੇਪਿਆਰੁ॥

ਅੰਮ੍ਰਿਤਵੇਲਾਸਚੁਨਾਉਵਡਿਆਈਵੀਚਾਰੁ॥

ਕਰਮੀਆਵੈਕਪੜਾਨਦਰੀਮੋਖੁਦੁਆਰੁ॥

ਨਾਨਕਏਵੈਜਾਣੀਐਸਭੁਆਪੇਸਚਿਆਰੁ॥੪॥

 

Saachaa saahib saach naa-ay bhaakhi-aa bhaa-o apaar.

Aakhahi mangahi dahi dahi daat karay daataar.

Fayr ke agai rakhee-ai jit disai darbaar.

Muhou ke bolan bolee-ai jit sun Dharay pi-aar.
Amrit vaylaa sach naa-o vadi-aa-ee veechaar.
Karmee aavai kaprhaa nadree mokh du-aar.
Naanak ayvai jaanee-ai sabh aapay sachiaar. ||4|| 

 

Der göttliche Meister ist wahr und wahr ist sein Name - sprich ihn mit unendlicher Liebe. 

Die Leute bitten und beten "gebe, gebe" und der große Gebende gibt seine Geschenke. 

So denn, was können wir darbieten, damit wir das göttliche Reich sehen können?
Welche Worte können wir sprechen, die, wenn sie gehört werden, die göttliche Liebe erwecken?

In Amrit Vela, der Zeit der tiefen Meditation, kontempliere über die Großartigkeit der göttlichen Qualitäten.

Durch die Gnade erhalten wir den physischen Körper und durch die Gnade finden wir die Tür zur Freiheit. 
Oh Nanak, durch all das wisse: Das Göttliche selbst ist überall und ewig. 

 

 

In der vierten Pauri geht es um unsere Beziehung zum Göttlichen. Nanak teilt mit uns sein Staunen über das unendliche Geben der göttlichen Schöpferkraft. Nanak erkennt das Göttliche als Daataar - die gebende Kraft. Unter den drei Qualitäten des Nehmens, des Handelns und des Gebens, ist das Göttliche unendlich gebend und dies erkennend können wir in eine Beziehung der Dankbarkeit treten. Dieses Verhältnis entsteht durch Bewunderung für die Meisterschaft des Göttlichen, statt einer Beziehung der Furcht. 

 


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Kommentare: 5
  • #1

    Formica (Mittwoch, 10 Juni 2020 06:47)

    Liebe Niranjan,
    danke dir für diese wunderbare und liebevoll gemachte Einführung in das Japji.
    In dieser Pauri tauchte jetzt das Göttliche als Gebieter/Meister auf. Ich suche selbst noch nach einem passenden Wort für mich, um dieses Göttliche anzusprechen, da Wörter wie Gott, Herr etc. zu „vorbelastet“ sind. Mich interessiert in diesem Zusammenhang, ob im Punjabi/Gurmukhi Geschlecht eigentlich eine Rolle spielt? Ist Meister grammatikalisch DER Meister oder wäre es dasselbe Wort für die Meisterin oder welches Geschlecht auch immer?

  • #2

    Niranjan (Freitag, 12 Juni 2020 00:41)

    Formica, vielen Dank für deine wichtige Frage.

    Gurmukhi ist zu allererst eine Klangsprache. Sprich das Wort "Sahib" - wie klingt es für dich? Es ist sehr weich, unterstützend und freundschaftlich, oder nicht? Gurmukhi kann man in diesem Aspekt nicht vollständig übersetzen. Du schreibst, dass du nach einem Wort suchst, und genau das tut Guru Nanak auch, und beschreibt die Qualitäten des Göttlichen - Sahib, Nirankaar, Akaal Moorat und so viele mehr - um so näher an die Essenz - Naam - zu kommen.

    Es gibt grammatische Geschlechter im Gurmukhi, aber Sikhi ist eine vollkommen gleichberechtigte Philosophie und die Verwendung der Geschlechter im Gurmukhi spiegelt das wider. Mein Name zum Beispiel - Niranjan - ist ein Name für das Göttliche und wird von Frauen und Männern getragen. Guru Nanak zeigt uns dieselbe Gleichberechtigung, wenn er sich in den Titeln seiner Shabads "Mahala" nennt - eine weibliche Form! Dieses Fließen zwischen den Geschlechtern und die Gleichberechtigung der Geschlechter ist auch etwas, das in deutschen Übersetzungen holpert.

    Trotzdem versuche ich natürlich, mit den deutschen Übersetzungen so nah wie möglich ans Gurmukhi heranzukommen, deswegen freue ich mich sehr über deine Nachricht - so kann ich vielleicht noch bessere Worte finden. :-)

  • #3

    Formica (Montag, 15 Juni 2020 10:16)

    Danke für die Antwort!
    Ich finde es sehr schön, einer Sprache als Klangsprache zu lauschen. Das Sprache Klang ist, klingt so selbstverständlich, aber für mich ist es sehr bereichernd, sich daran zu erinnern und den Focus mal weniger auf die Bedeutungen zu richten. Das Japji ist da ein wunderbares Übungsfeld, scheint mir. Bisher hatte jede Pauri auch ihren eigenen Klangcharakter für mich. Spannend!

  • #4

    Niranjan (Sonntag, 21 Juni 2020 21:11)

    Vielen Dank und ich hoffe du genießt weiterhin unsere gemeinsame Reise durch die Klangwelt des Japji.

  • #5

    Niranjan (Sonntag, 28 Juni 2020 22:41)

    Sat Kartar Formica!
    Ich habe die Übersetzung für "Sahib" jetzt mit "Meister" ausgetauscht. Das klingt für mich weniger negativ-autoritär auf Deutsch und bringt mehr Freiwilligkeit und Bewunderung zum Ausdruck.
    "Sahib" ist unser Superheld, wie die Eltern für ein Kind. Das Kind hat keine Angst vor seinen Eltern, es vertraut ihnen und fühlt sich bei ihnen sicher. Trotzdem ist es dem Kind unglaublich wichtig, die Eltern stolz zu machen! Es ist diese liebevoll-respektvolle Beziehung, die sich im Wort "Sahib" ausdrückt.

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